Spanien - Marokko 2018

Andalusien geplant .... doch... in Marokko gelandet! Einmal mehr!

 

"Schon wieder in der Wüste? Du wolltest doch nach Südspanien?"

So oder ähnlich, lautete oft die Frage von Bekannten und Freunden.

Also das kam so.

Nachdem ich über den Winter keine temporäre Arbeit fand, keine halbwegs gescheite jedenfalls, habe ich mich im Februar spontan entschlossen, nochmals für ca. 6 Wochen "abzuhauen". Im Frühling wird es dann hoffentlich besser mit den Jobs.

Na, ja, Andalusien wäre interessant. Also damit meine ich die Ecke zwischen Malaga und Cadiz. In Cadiz war ich noch nie....

Und los geht's! Wie immer ein herrliches Freiheitsgefühl bei der Abfahrt und natürlich ist es Winter und ich freue mich auf die wärmeren Temperaturen.

Der arbeitslose Winter hat mich viel Geld gekostet und so werde ich diesmal sehr häufig wild ... verboten... versteckt... und einfach parkiert campen. Claro... der Taurus ist dazu gebaut. Ich brauche keinen Strom, kein Wasser und auch sonst keine Infrastruktur.

Hier also in Sète am Mittelmeer. Herrlich. Hier am Yachthafen und Canal, kann ich nicht stehen. Aber ein paar Meter weiter, etwas ausserhalb, stelle ich mich auf einen Parkplatz mit Meersicht.

Herrlich, friedlich, schön.

Ich bleibe einen Tag in Séte und bastle noch ein bisschen am Taurus herum. Wie immer wollen solche Vehikel ein bisschen eingefahren werden.

Und hier bereits an der Costa ....dingsbumms, ja, die vor Barcelona.

Nachtplatz an einem Stadtstrand im Käffchen Palamos.

... ein weiterer Nachtplatz einfach parkiert. Nicht verboten..., toleriert. Der Wagen braucht die ganze Breite und auch ein bisschen vom Gehsteig.

Ich merke, dass es mich ein bisschen zu Städtchen und Städten hinzieht. Na, ja, es mag mit der Temperatur zusammenhangen, dass mich die Strände nicht so anziehen. Am Tag ganz angenehm, aber Abends dann kühl und oft windig. Winter eben.

Alicante. Hier bleibe ich drei Nächte und besichtige die Stadt.

Ausserhalb und südlich der Stadt, hat es einen grossen Strand wo ich stehen kann. Mit dem Velo ist es eine halbe Stunde ins Zentrum. Ein paar Wohnmobile sind auch da und so geniesse ich diese erste Pause und mache mir Gedanken zur weiteren Route.

Nun ja, vorderhand mal weiter Richtung Malaga.

An einem Fischerhafen, stehe ich neben der Beiz und geniesse den Meerblick.

Interessante kleine Begegnungen und Gespräche mit verschiedensten Reisenden sind an der Tagesordnung und bereichern meinen Tag.

In dieser Beiz habe ich jedoch ein ganz interessantes Gespräch mit einem greisen Spanier. Dies, weil er auch perfekt französisch spricht. Die ganze Geschichte kann ich hier nicht erzählen, stichwortartig nur soviel: Armeepilot nach dem Krieg. Einsätze in Algerien, Marokko, spanisch Sahara. Lange dann in Kanada, später Lehrstuhl an einer Universität in Paris... etc. etc.

Was für Geschichten. Der Typ war etwa 90 - jährig und freute sich ebenso über ein bisschen Gesellschaft.

Mein "Schlafzimmerfenster -Ausblick".

 

Essen in Almeria!

Oh! Das Wetter schlägt um.

Ich konsultiere mein Mobilfon und schaue die nächsten Tage an.

Katastrophe. Regen, Regen, Regen. (im nachhinein wird es etwas drei Wochen andauern. ) Das ist nichts für Wildcamper und "Aussteiger".

Ha, ha... und auch nichts für Allradwohnmobil, Taurus und mich!

öhhhh, Lust auf ein bisschen Abenteuer? Ein bisschen Sand? Ein bisschen Palmen und Oasen? Marrakech?

.... und Saharafreunde vom letzten Mal?

Ja.

Am nächsten Tag um elf bin ich im Hafen und in der Kolonne. Yeah, geil, nun wird es wieder einen Zacken abenteuerlicher.

Auf der Fähre, die etwa 6 Stunden für die Überfahrt von Almeria nach Melilla braucht, überrascht mich die Crew.

Ich erhalte einen Gutschein für eine Kabine und ein Essen. Gratis!

Nun, ja, für diese kurze Überfahrt hätte ich es nicht gebraucht. Aber dennoch, gerade richtig um mal wieder recht zu duschen und ein Nickerchen zu machen. Danke Balearia!

Ich weiss, dass es in Marrakech schön ist. Deshalb kann mich eine kurze Regenschauer und die winterliche Stimmung um Ifrane nicht erschrecken.

Dafür erfreue ich mich sofort wieder an solchen Metzgereien mit Grill.

Frisch zubereitet, gewürzt und .. einfach genau das Richtige.

Zum Hände waschen hat's scheinbar nicht gereicht.

Nachtstop und Lager bei einem Truckstop. Auch ganz interessant. Muss man erlebt haben, ha, ha...

So, Marrakech, ich komme.

Ha, ha.... mein bevorzugter Platz. Das "Le Relais de Marrakech".

... und HAHAAAAA... meine Freunde vom letztjährigen "Auf Achse" Team!

Jürgen, Norbert, Helmut und neu, Martina sind schon da! Ein grosses und herzliches Hallo und ein für mich reservierter Platz, sind mir eine wirklich grosse Freude.

Einfach schön! Wir feiern das gleich ein bisschen und das untenstehende Bild wird später von Jürgen benannt werden.

Ein bisschen schöner hingelegt heisst diese "Dosenformation":

die "San Miguel - Rose"!!!

Zum Essen dann Wein, Marke "Touareg".

Und dank Jürgen und seinen Kochkünsten... ein deftiges und wunderbares Rindssteack. Gemacht auf einem Holzkohlegrill!

mit Röstkartoffeln. Herrlich!

Und so gehen ein paar Tage dahin und ich freue mich über die gute Gesellschaft, andere Reisende, die immer interessante Fahrzeugshow und auch über den netten Kontakt zu den Angestellten des Platzes.

Und natürlich die kleinen Ausflüge nach Marrakech. Bunt, lebhaft, spannend.

Spannend auch die Fahrradfahrt in die Stadt und dann wieder zurück. Im Feierabendverkehr ein Abenteuer der besonderen Art.

an diesem Fruchtsaftstand probiert Jürgen die Mischung Zitrone-Ingwer.

Ha, ha... scharf-sauer! Nächstes Mal nehme ich auch einen!

Nach wunderschönen Tagen in und um Marrakech, zieht es mich weiter. Dahin wo die Dünen sind, dahin wo die Oasen und Oasenstädtchen sind.

Dahin wo der Märe mit dem Taurus hin gehört.

Allrad, Sand, Weite! Also los und erst mal über den Atlas. Ich fahre wieder den unspektakulären "Tizi n'Tichka" Pass und nehme mir für die Retourfahrt den schöneren Tizi n'Test" vor.

Obwohl ich den Taurus in der Schweiz gern sauber halte... HIER MUSS er so aussehen!

 

Ein "Overlander" eben!

Tja, so um einen Franken der Liter.

In Ouarzazate angekommen, bin ich nun südlich des Atlasgebirges und somit wird es wärmer. 26 Grad Ende Februar und abends um 17.00h.

So muss das sein.

 

Auf der Fahrt nach Zagora und unten...

Zagora, Camping Palmeraie.

Die Oasenstadt Zagora gefällt mir ausserordentlich. Schaut nur dieses schöne Licht! Wunderbar!!

Zu diesen schönen Bildern, darf man sich noch den Geruch eines Grills und der Ruf des Muezzin's vorstellen.

DANN passt das!

Bevor ich in die Wüste fahre, alleine, habe ich noch ein kleineres Kupplungsproblem.

Der Nehmerzylinder ist futsch. Ich zerlege Ihn, wohlwissend, dass wenn ich einen Gummi zerstöre, der Wagen ohne Kupplung ist.

Aber besser hier, als in den Dünen.

Gammel von dreissig Jahren.

Unten der Dichtring mit einer abgefressenen Dichtlippe. Ich korrigiere den Schaden mangels Dichtring, mit Teflonband in der Zylinderrille. Damit wird der Ring ein bisschen aufgeweitet und kann nochmals einen Moment seine Arbeit erfüllen.

Bei diesem Job, und vor alllem dem Entlüften, hilft mir Matthias. Er ist auch Mechaniker und bestätigt und berät mich in meinem Tun.

 

So... das muss halten.

(es hält und unterdessen in CH, ist das Teil ersetzt. )

Ach, und heute gibt's ganz untypisch für Marokko.... Pizza.

Jus d'orange am Strassenrand. Immer gut.

Ha, ha... die Wüste ruft. Noch auf Teer, doch bald kommt die Piste.

Unten das Wüstenkaff M'hamid. Start der Pistenfahrt.

So, und nun erst mal ein bisschen Luft raus. Auf dieser Holperpiste weniger wegen dem Einsanden, als vielmehr wegen dem besseren Fahrkomfort.

Ein spontanes Treffen mit anderen Touris inmitten von "nowhere".

Ich kriege auch ein Stück Fleisch und bin herzlich eingeladen. Meinen Teil zum Essen sind dafür zwei tolle Flaschen Rotwein, noch aus Spanien.

He, he.... weg damit.

Der lustige Abend endet mit Musik aus der Box und wahnsinnigen "Luftgitarre" Einsätzen.

"Highway to hell..."

Am nächsten Tag wieder alleine unterwegs. Ich freue mich auf "mein" Dünencamp am Erg Chegaga.

Genau bei der höchsten Düne! Der höchsten!!

Tja, dies hätte mein Supernachtlager werden können. Der Sand ist heiss und weich. Ich will noch etwas zurücksetzen um gerade zu stehen.

Doch die Saharafahrer wissen es. Man sandet vor allem bei der Suche nach dem besten Platz ein. Nicht beim Fahren, nein.

Okay, nichts bedrohliches, aber ein bisschen genervt nehme ich erstmal ein Bier. Und dann wahrscheinlich hier übernachten und den Abend geniessen. Morgen ist dann der Sand kühl und hart.

no problem!

ach was! Ich probier einfach mal die "Stufe eins". Mehr Luft ablassen ist ja keine Arbeit. Damit erhöht sich die Aufstandsfläche und die Fähigkeit auf Weichsand zu fahren.

Und es hat noch nichts mit Sandbleche und schweisstreibender Arbeit zu tun.

also... Luft raus.

Ha, ha.. und hauruck, rausgefahren!

gut parkiert und erstmal ein bisschen RUHE!

Glaubt mir, hier ist es ruhig. GAAAAANZ ruhig.

Ganz!

Spaghetti al Pesto und einen schönen Roten.

Das ist einfach wunderbar und das mindeste, was man mit einem 4x4 machen sollte.

 

oh, ohh! Sogar ein marrokanischer "Touaregführer" (in Anführungszeichen) sandet ein.

Eine willkommene Abwechslung für mich.

Wer kein passendes Abschleppseil hat... ist selber schuld.

Ich habe mehrere! Hilft meistens den anderen.